Glaubt man einigen Medienberichten, wird die Kluft zwischen Jung und Alt immer größer. Vom “Auseinanderdriften” der Generationen ist die Rede. Gute Nachrichten kommen dagegen vom Institut für Demoskopie Allensbach: Laut einer aktuellen Studie schätzen 65 Prozent der jüngeren Deutschen die Erfahrung der Älteren und möchten vom Wissen der Eltern und Großeltern-Generation profitieren.
Und auch Älteren ist der Dialog mit jungen Menschen wichtig – insbesondere um diese Altersgruppe besser zu verstehen, aber auch, um sich mit neuen Themen vertraut zu machen.
„Die aktuelle Studie liefert keinerlei Hinweise auf Feindbilder zwischen den Generationen”, so Prof. Dr. Renate Köcher vom Allensbacher Institut. Im Gegenteil: 60 Prozent der Deutschen finden es laut Studie schön, wenn ihre Großeltern von früher erzählen, und rund ein Viertel der Befragten sehen es positiv, dass die Älteren in Gesprächen klare Ansichten und andere Meinungen als sie selbst vertreten: 22 Prozent sagen, ein gutes Gespräch mit älteren Menschen bringe sie auf ganz neue Ideen.
Aber: Obwohl der Austausch zwischen Jung und Alt hüben wie drüben als wertvolles Gut gesehen wird, findet er im Alltag so gut wie nicht statt.
Die beteiligten Jugendämter setzen unter dem Label „Generation Jugend“ ihre gemeinsamen Aktionen mit einem neuen Schwerpunktthema fort. Nachdem in den Vorjahren unter den Mottos „Talking about a generation“ und „Du hast die Wahl“ ein städteübergreifendes Aktionsprogramm mit jugendrelevanten Inhalten erfolgreich durchgeführt wurde, sollen in der Zeit vom 15.10. – 30.11.2011 wieder unter dem Projekttitel „Generation Jugend“ insbesondere im Hinblick auf die Thematik des „demografischen Wandels“ gebündelt Aktionen auf den Weg gebracht werden, die
- den Dialog zwischen Alt und Jung ermöglichen, vertiefen und ausbauen sollen
- generationsübergreifende Beteiligungsformen an gesellschaftspolitischen Prozessen in Gang setzen sollen
- das in vieler Hinsicht stereotype Bild von Jugendlichen im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen auch durch den dialogischen Prozess mit der Erwachsenenwelt in einer differenzierteren Vielfalt anschaulich machen.
Gelingen soll dies mit der Initiierung von Projekten, die im Durchführungszeitraum starten und nach Möglichkeit nachhaltig in der Praxis der Jugendarbeit der beteiligten Kommunen nachwirken sollen. Ziel und Methode ist es gleichsam Junge und Erwachsene (Alte) an einen Tisch zu bringen, sie zu ermutigen „gemeinsame Sache (n)“ zu machen, dabei in den Dialog zu kommen und ein differenzierteres und breiteres Verständnis füreinander zu entwickeln.
Dieses Projekt wird vom Landschaftsverband Rheinland – Landesjugendamt – unterstützt. 
