Schlagwort-Archive: Jugendcafé Simmerath

Hinter die Kulissen (eines Hotels) geschaut…

11. Dezember 2015

Was passiert hinter den Kulissen eines großen Hotels? Wie sieht der Alltag dort aus und kann ich mir einen Beruf in diesem Bereich vorstellen? Diese Fragen können einige Jugendliche nun etwas genauer beantworten. Hintergrund: sie durften an einer ganz besonderen Führung durch das Carat Hotel in Monschau teilnehmen. Bei dem Besuch ging es vor allem darum, einen Eindruck aus der Praxis eines Hotelbetriebs und Informationen über die Ausbildungsinhalte eines Hotelfachmanns und eines Kochs zu sammeln. Die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Monschau und des Berufskollegs Simmerath nahmen an einem Angebot zur Berufsorientierung teil, organisiert von Jugendcafé Simmerath und Streetwork Nordeifel.

Einmal pro Monat gehen die Veranstalter mit den Jugendlichen in verschiedene Firmen, um sie bei der Berufswahl zu unterstützen. Ralf Kaulen, stellvertretender Direktor, betreute die Auszubildenden im Carat Hotel und konnte somit alle Fragen der Jugendlichen hinsichtlich Ausbildung, Gehalt und Berufsschule kompetent beantworten. Nebenbei erfuhren die Jugendlichen auch noch, dass das Hotel viele spannende Angebote, wie z.B. ein Musicaldinner und Krimiabende im Programm hat.

Jugendcafé Simmerath zu Besuch in Niederschlesien

10. Juli 2015

„Dzien dobry“ heißt „Guten Tag“. Dies war die ersten polnischen Worte, die wir während unserer 11-tägigen Gruppenfahrt nach Karpacz in Polen gelernt haben. Mit 20 Eifler Jugendlichen und 5 Betreuer/innen ist das Jugendcafé Simmerath gerade zurückgekehrt aus der Stadt am Riesengebirge. Untergebracht in einem Sportinternat konnten wir die dazugehörige moderne Sporthalle sowie den Kraftraum für sportliche Aktivitäten nutzen. 

Gruppenfoto vor unserer Unterkunft, dem Sportinternat

Gruppenfoto vor unserer Unterkunft, dem Sportinternat

Ausflüge in die nähere Umgebung wie z.B. in das malerische Jelenia Gora gehörten ebenso zum Programm wie Schwimmbadbesuche und Bowlingspielen. Ein herausragendes Highlight der Fahrt war aber sicherlich der Aufstieg auf die über 1.600 m hohe Schneekoppe, den höchsten Berg des Riesengebirges. Trotz größter Anstrengung bei hochsommerlichen Temperaturen haben die Jugendlichen diese Herausforderung mit Bravour gemeistert. Bei der Übernachtung in der Schlesierhütte „Dom Slaski“ wurden abenteuliche Geschichten über Rübezahl und andere mystische Gestalten des Riesengebirges erzählt. Der Abstieg nach Karpacz am nächsten Morgen war kaum weniger beschwerlich, so dass die Betreuer/innen so manche Klage über sich ergehen lassen mussten. Doch letztendlich war jeder stolz auf seine Leistung und wurde mit tollen Erinnerungen und Fotos an die wunderschöne Berglandschaft des Riesengebirges belohnt. Die Abende vertrieben wir uns mit Gesellschaftsspielen, wie schon auf anderen Ferienfahrten auch diesmal wieder meistens mit dem Rollenspiel „Werwolf“, welches besonders interessant in einer großen Gruppe ist.
Aber auch mit ernsten Themen beschäftigten wir uns. Beim Besuch des Konzentrationslagers Groß Rosen bekamen wir eindrucksvoll die dortigen Ereignisse zwischen 1940 und 1944 veranschaulicht. Für die Jugendlichen war dies ein interessanter, aber auch schockierender Besuch, der zu zahlreichen Gesprächen im Nachhinein führte. „Wir können froh sein, dass wir Familien und ein gutes Zuhause haben und uns niemand zwingt, so etwas zu tun“, sagte eine Jugendliche bei unserer abendlichen Gesprächsrunde.

Betreuer/innen vorne v.l.n.r.: Monika Schwartzkopf, Alexander Läufer, Heidi El-Hallani (Streetwork Nordeifel), hinten: Babette Siewe (Jugendcafé Simmerath), Andrea Janser

Betreuer/innen vorne v.l.n.r.: Monika Schwartzkopf, Alexander Läufer, Heidi El-Hallani (Streetwork Nordeifel), hinten: Babette Siewe (Jugendcafé Simmerath), Andrea Janser

Der kleine Ort Karpacz erinnerte mit seinen schmalen und steilen Straßen und den vielen Touristen viele von uns an so manches Eifelstädtchen. Selbst eine Sommerbobbahn ist vorhanden. Sie wurde von unserer Gruppe begeistert genutzt.
Zahlreiche Spomsoren, u.a. der Rotary Club Monschau Nordeifel, die Raiffeisenbank und die Sparkasse Simmerath unterstützten das Jugendcafê finanziell, so dass die Fahrt auch Kindern aus einkommensschwachen Familien ermöglicht werden konnte. Bereits zum 6. Mal in Folge organisiert das Jugendcafê unter der Leitung von Babette Siewe Ferienfahrten für Jugendliche, u.a. nach Norderney, an die belgische Küste und an den Cappenberger See. Das Reiseziel Polen kam durch die Kontakte zur StädteRegion Aachen zustande, die eine 25 jährige Städtepartnerschaft mit dem polnischen Kreis Jelenia Gora verbindet.

Die Jugendbotschafterinnen der StädteRegion Claudia Wolski (li) und Jessica Zowislo (re)

Die Jugendbotschafterinnen der StädteRegion Claudia Wolski (li) und Jessica Zowislo (re)

Bereits mehrere Bürgerfahrten wurden dorthin durchgeführt. So konnte uns die StädteRegion auch bei der Organisation und Finanzierung dieser Fahrt behilflich sein. Glücklich waren wir über die Teilnahme der 2 Jugendbotschafterinnen, die durch ihre hervorragenden Polnischkenntnisse die sprachlichen Hürden überbrücken konnten.

Eine tolle Fahrt mit vielen positiven Erlebnissen und Eindrücken, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird!

 

Blick vom Gipfel der Schneekoppe auf die Schlesierhütte, in der wir übernachtet haben

Blick vom Gipfel der Schneekoppe auf die Schlesierhütte, in der wir übernachtet haben

von Babette Siewe vom Jugendcafe Simmerath

Die Wildnis ruft: Survival – Wochendende mit Simmerather Jugendlichen

3. Juni 2015

Ein spannendes und erlebnisreiches Wochenende durften wir – 9 Jugendliche des Jugendcafés Simmerath- am Wochenende vom 16. auf den 17. Mai erleben, irgendwo im Nirgendwo. 6 Outdoor – Experten der Firma ajamon consulting führten mit uns dieses waghalsige Experiment durch. Schon komisch, am Anfang das Smartphone abzugeben…herrje, nicht einmal Musik kann man dann mehr hören (dann hört man das Vogelgezwitscher auch besser).

Der Spaß beginnt

Zunächst wurden wir in Teams aufgeteilt. Eine Gruppe ging Holz sammeln und hacken, das Feuer sollte immer am Brennen gehalten werden. Zum Schlafen wurden coole Unterstände aus großen Fichtenzweigen gebaut, nur eine dünne Regenplane wurde als Regenschutz darüber gelegt. Als relativ bequeme „Matratze“ dienten ebenfalls viele Fichtenzweige. Mit der richtigen Technik klappte es nach einiger Zeit recht gut, sogar armdicke Zweige mit dem Messer abzuschlagen! Eine recht kraftraubende Tätigkeit! Gut, dass das Koch- und das Feuerteam bereits ganze Arbeit geleistet hatten und die Suppe bereits auf dem Feuer vor sich hin köchelte.

Survival-Wochenende mit spannender Nachtwanderung

Nach der Stärkung wurde die Kletterausrüstung hervorgeholt. Markus, mit einer Ausbildung zum Höhenretter bei der Feuerwehr, baute mit uns eine Seilrutsche, wofür wir einige besonders Mutige brauchten, die in die Bäume kletterten, um Seile etc. dort oben zu befestigen. Einige Missgeschicke, die ich jetzt nicht näher erläutern möchte, brachten uns dermaßen zum Lachen, dass es letztendlich gar nicht schlimm war, dass die Seilrutsche überhaupt nicht funktionierte (man hing mit dem Hinterteil auf dem Boden). Unser Abendessen bestand dann aus leckerem Stockbrot und Grillfleisch. Sehr lecker, zumal alle viel Hunger hatten durch die Arbeit an frischer Luft. Später gab es dann noch eine sehr spannende und interessante Nachtwanderung, bei der Uli uns viele Infos zu den Kämpfen in Hürtgenwald im 2. Weltkrieg gab. Er kannte sich richtig gut aus und erzählte vieles, was uns ziemlich schockierte und nachdenklich machte.

Es schreit nach einer Wiederholung

Totmüde fielen einige schließlich in ihr wohlriechendes Fichtenbett, andere hielten noch lange Feuerwache, viele gute Gespräche wurden bis tief in die Nacht geführt. Alle Betreuer hatten immer ein offenes Ohr für unsere Sorgen und Nöte.
Nach unserem Frühstück mit Toastbrot und Rührei wurde schon wieder abgebaut…
Aber auch die Skeptiker unter uns sind sich einig: Das müssen wir wiederholen!
Survival – Wochendende Simmerath

Jugendcafé Simmerath fährt in den Sommerferien nach Polen

4. Mai 2015

Die Planungen für die große Reise nach Polen sind in vollem Gange. Vom 28. Juni bis zum 08. Juli fahren wir mit 20 Jugendlichen ab 14 Jahren und 4 Betreuer/innen des Jugendcafés nach Karpacz im Kreis Jelenia Gora in Polen. Karpacz liegt am Fuße des Riesengebirges und ist bekannt für seine Wintersportaktivitäten.

Ausflüge, Sport und Landeskunde stehen auf dem Programm

Die Gruppe wird dort in einem Sport-Internat untergebracht, welches in den Sommerferien nicht belegt ist. Tolle Aktivitäten vor Ort sind auch bereits in Planung. So möchten wir natürlich auf die Schneekoppe, den höchsten Berg des Riesengebirges, hinauf und dort eventuell sogar eine Nacht übernachten. Außerdem werden wir Tagesausflüge nach Breslau und Jelenia Gora durchführen. Wir reisen mit dem Busunternehmen Dardenne aus Schleiden und haben somit auch einen Reisebus dabei. Natürlich werden wir aber auch viele Aktivitäten vor Ort durchführen: Fußball, Badminton und Gesellschaftsspiele werden ebenso dazugehören wie Schwimmen und Chillen in der Sonne (hoffentlich).

Auch ein wenig Landeskunde und Geschichte soll den Jugendlichen vermittelt werden. 4 Betreuer/innen freuen sich bereits auf diese Herausforderung. „Auf Ferienfahrten ist es immer sehr turbulent“, so Babette Siewe vom Jugendcafé. „Von Liebeskummer bis hin zum kompletten Ausfall des Bahnverkehrs durch Sturm auf der Rückreise unserer letzten Fahrt haben wir so ziemlich alles schon erlebt, aber letztendlich waren die Fahrten für alle Beteiligten immer ein unvergessenes tolles Abenteuer.“ Das Jugendcafé ist in den vergangenen Jahren bereits nach Norderney, an den Cappenberger See, nach Oostduinkerke und Vlieland sowie zur Wewelsburg bei Paderborn gefahren. Eine so weite und mit 11 Tagen auch zeitlich längere Reise ist jetzt Neuland für das Team.

StädteRegion Aachen unterstützt die Fahrt

Unterstützung bei der Planung der Fahrt bekommen wir durch die StädteRegion Aachen. Während der 25-jährigen Partnerschaft, die zwischen der StädteRegion und dem Kreis Jelenia Gora besteht, wurden schon etliche Bürgerfahrten nach Karpacz durchgeführt. Die Mitarbeiter/innen dort können uns hilfreiche Tips für die Organisation der Fahrt geben.Wir freuen uns sehr, dass uns die StädteRegion mit dem Amt für Regionalentwicklung und Europa und dem Verein zur Förderung der Städtepartnerschaften in der StädteRegion Aachen e.V. auch finanziell unterstützt.
Da die Fahrt wie immer auch Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien ermöglicht werden soll und der Teilnehmerbeitrag mit 150 sehr niedrig angesetzt ist, mussten weitere Sponsoren gewonnen werden. Ein großer Dank geht an den Rotary Club Monschau-Nordeifel, die Raiffeisenbank sowie die Sparkasse Simmerath, die sich an der Finanzierung beteiligen. Wer Interesse hat, mit uns mitzufahren, kann sich gerne an das Jugendcafé wenden, Tel.: 02473 / 931565, allerdings sind nur noch wenige Restplätze vorhanden.

Jugendherberge Wewelsburg

Gruppenfoto Jugendherberge Wewelsburg Pfingsten 2014

 

Rückblick auf das „School´s out“ Ferienprogramm in Simmerath

8. April 2015

132 Teilnehmer/innen beim Ferienprogramm „School’s out“

Das Osterferienprogramm „School’s out – Holidays start“ von Jugendcafé Simmerath und Streetwork Nordeifel ist jetzt erfolgreich zu Ende gegangen. Los ging es am letzten Schultag mit dem beliebten Sportangebot „Nightsport“ in der Turnhalle der Sekundarschule Nordeifel. Hier wurde bis 23 Uhr wieder Fußball und Badminton, Hockey und Basketball gespielt, bis die Socken qualmten. Praktikantinnen und Ehrenamtler/innen des Jugendcafés sorgten für kleine Snacks – ein beliebtes Angebot, an dem etwa 60 Jugendliche in zwei Altersgruppen teilgenommen haben.

Bogenschießen leicht gemacht

Am Montag, den 30. März besuchten wir mit unserer Gruppe das „Auenland“ in Mulartshütte, wo wir einen Lehrgang im Bogenschießen erhielten. Gar nicht so einfach, eine Zielscheibe zu treffen…aber mit zunehmendem Training wurden wir immer besser.
Ein Ausflug in die Eissporthalle nach Aachen stand am Dienstag, den 31. März auf dem Programm. 18 Teilnehmer/innen hatten bei cooler Discomusik viel Spaß auf dem Eis. Wer noch etwas wackelig auf den Schlittschuhen stand, konnte sich händchenhaltend gegenseitig unterstützen, einige harmlose blaue Flecken blieben jedoch nicht aus.

Traditionelles generationenübergreifendes Eier färben

Eier-bemalen-JugendAm Mittwoch, den 01. April gab es dann unsere inzwischen traditionelle Eierfärbeaktion, die wir seit einigen Jahren in der Stadtresidenz Simmerath zu Ostern durchführen. Etliche Einrichtungen waren am Gelingen dieser tollen Aktion beteiligt: Der Eierhof Backhaus spendete die Eier, die über die Monschauer Tafel dann zu uns gelangten. Wunderschön gefärbt wurden sie in gemeinsamer Arbeit von Jugendlichen des Jugendcafés, von Menschen mit Behinderung des Helena-Stollenwerk-Hauses und von Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadtresidenz Simmerath. Schließlich gelangten die kleinen Kunstwerke wieder an die Tafel zurück, um bedürftigen Menschen zu Ostern eine kleine Freude zu machen.