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Kinder- und Jugendschutz im Karneval

30. Januar 2016

KarnevalBald heißt es wieder Oche Alaaf! Dann tanzen alle verkleidet über die Straßen und singen Karnevalslieder. Klar, Alkohol gehört auch dazu. Dennoch ist auch dabei ein verantwortungsvoller Umgang wichtig.

Besonders zur Karnevalszeit sollten Erwachsene und vor allem Erziehungsberechtigte darauf achten, dass Kinder und Jugendliche nicht zum missbräulichen Alkoholkonsum animiert werden. So ist es wichtig zu wissen, dass Bier, Wein und Biermixgetränke nur von Personen über 16 Jahren verzehrt werden dürfen. Erst ab 18 Jahren sind Schnäpse, Liköre und Alcopops erlaubt.

Wichtig ist zur Karnevalszeit vor allem, dass Ihr Euch gemeinsam mit Euren Eltern über die bevorstehenden Veranstaltungen, die Ihr besuchen möchtet, informiert und Euch über das Programm dort informiert. Ebenfalls solltet Ihr niemals alleine den Weg nach Hause gehen müssen, sondern immer in Begleitung oder in Gruppen nach Hause gehen.

Weitere Infos zum Kinder- und Jugendschutz an Karneval findet Ihr auch bei Im Blick.

Bildquelle: deutschonline von Pixabay.com, Creative Commons  1.0 Universal (CC0 1.0)

Alkohol – das solltest Du rund ums Thema wissen

22. Januar 2016

AlkoholAb wann dürfen Kinder und Jugendliche überhaupt Alkohol trinken? Und ist ein kleiner Schluck nicht kein Problem? Kinder dürfen offiziell unter 14 Jahren keinen Alkohol in der Öffentlichkeit trinken. Außerdem dürft Ihr vor Eurem 14. Geburtstag auch keinen Alkohol kaufen, nicht einmal ein Bier.

Eben dieses Bier dürft Ihr im Alter von 14 und 15 Jahren nur in Begleitung einer Aufsichtsperson trinken. Auch Wein ist dann kein Problem. Bier, Wein, Apfelwein und ähnlich ‘starke’ Getränke dürft Ihr ab 16 Jahren konsumieren. Danach erst sind hochprozentige Sachen und auch brandweinhaltige Getränke, Liköre, Wodka etc. erlaubt, also ab dem 18. Geburtstag.

Das Gesetz im Wortlaut: § 9 JuSchG – Alkoholische Getränke

Alkoholkonsum bei Jugendlichen

Selbstverständlich übt Alkohol eine hohe Anziehungskraft aus, besonders auf Partys und mit Freunden gehört für viele der Alkohol dazu, leider oft bis zum Rausch. Dies kann fatale Konsequenzen haben. Denn: Wer früh und regelmäßig Alkohol konsumiert, erhöht die Gefahr abhängig zu werden deutlich. Schwere Alkoholvergiftungen und gesundheitliche Schäden sowie aggressive Entgleisungen und Unfälle sind weitere, nicht zu unterschätzende Risiken von überhöhtem Alkoholgenuss.

Den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol muss man erst noch lernen. Dabei tragen Eltern bzw. Erziehungsberechtigte eine besondere Verantwortung und tragen als Vorbilder unmittelbar zum täglichen Umgang mit Alkohol bei.

Das Jugendschutzgesetz regelt den Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit. Privat gibt es keine Regeln, Eure Eltern oder Erziehungsberechtigten sind für Euren Konsum und Euren verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol verantwortlich. Wichtig ist dabei vor allem auch zu wissen, dass sich der Alkoholkonsum negativ auf die seelisch-geistige und körperliche Entwicklung von Kindern auswirkt.

Infos zum Thema Alkohol bekommt Ihr auch bei der Suchthilfe der Caritas und der StädteRegion Aachen sowie auf der Seite Im Blick.

Bildquelle: Jarmoluk von Pixabay.com, Creative Commons  1.0 Universal (CC0 1.0)

Persönliche Daten im Netz schützen

1. Juli 2015

Die Partyfotos der letzten Nacht landen direkt auf Facebook, das Bild vom peinlichen Loch in der Hose wird direkt allen Freunden per Whats App geschickt – so funktioniert Social Media heute, das kann aber schnell auch mal daneben gehen. Der falsche Haken und schon gelangen eure sensiblen Daten direkt an die Öffentlichkeit. Peinlich aber auch schädigend für euch. So geht ihr mit euren Daten richtig um:

Grundsätzlich gilt, dass man mit Firewall und Virenscanner durchs Netz surfen sollte. Die Sicherheitsvorkehrungen helfen euch gegen Trojaner sowie Schadsoftware – auch für´s Smartphone. Ebenfalls zu den Basics gehören die Browsereinstellungen : Cookies oder Passwörter sollten nicht gespeichert werden. Das ist leider ebenso unsicher wie bequem.
Wo wir schon bei Passwörtern sind: Bitte versucht euch komplexe Passwörter zu überlegen. Euer Geburtsdatum oder einfache Zahlenfolgen wie 12345 sind sehr leicht zu knacken. Ideal sind Kombinationen aus Buchstaben (Groß und Klein), Zahlen und Sonderzeichen.

Facebook liest immer mit

Habt ihr euren PC halbwegs fit gemacht, könnt ihr auf Reisen gehen, doch aufgepasst, gerade soziale Netzwerke wie Facebook haben so ihre Tücken! Facebook liest eure persönlichen Nachrichten mit und wertet diese zu Werbezwecken aus, das ist kein Geheimnis und dagegen könnt ihr nichts machen. Wem eure geposteten Inhalte zugänglich sind allerdings schon.
Bitte habt ein Auge auf eure Privatsphäre-Einstellungen und denkt immer daran: Eure Freunde könnten genau mit denen Personen vernetzt sein, die eure Partybilder nicht sehen sollten. Prekäre Inhalte solltet ihr zudem gar nicht erst teilen, da ihr nie zu 100% kontrollieren könnt, wer diese Inhalte zu Gesicht bekommt.

Zukünftige Arbeitsgeber nicht abschrecken

Denkt immer daran, dass eure Eltern, Lehrer oder auch spätere Arbeitgeber ebenfalls die Online Medien nutzen, bevor ihr etwas postet. Dann müsst ihr nachher auch nicht beschämte Erklärungen abgeben. Und ganz wichtig: Postet niemals ungefragt Bilder anderer Personen. Das ist nicht nur unhöflich, sondern kann auch zu einer Abmahnung oder Schadenersatzforderung führen.
Weitere Informationen zur Datensicherung liefert der Artikel „Meine Daten gehören mir!“ der Bundeszentrale für politische Bildung. Auch interessant sind die Seiten „watch your web“ die clevere Tipps fürs Surfen durchs Netz geben sowie „Chatten ohne Risiko“, mit aktuellen News aus der Onlinewelt und praktischen Tipps.

 

YouNow: Reale Gefahren beim Live-Streaming

10. Mai 2015

Endlich Schule aus! Jetzt erst mal nach Hause, ab ins Zimmer, YouNow an und los geht’s. Mal gucken, wer heute streamt. Oder schnell selbst die Kamera anmachen und abwarten, was so für Anfragen und Challenges reinkommen. Sieht so euer Nachmittag aus? Dann habt ihr wahrscheinlich auch schon mitbekommen, dass Daten- und Jugendschützer Alarm schlagen. Und das leider teilweise auch zu Recht. Dabei geht es nicht darum, dass die Erwachsenen etwas verbieten wollen, nur weil sie es nicht verstehen wollen, sondern darum, dass sich einige von euch ganz reell in Gefahr bringen.

„Wie heißt du? Wie alt bist du? Wo wohnst du? Auf welche Schule gehst du? Wie ist deine Handynummer?“ sind ganz normale Fragen, wenn man sich im echten Leben persönlich kennenlernt, aber bei YouNow gibt es einen gravierenden Unterschied zum echten Leben: Man weiß nie, wer bei YouNow zuguckt und schreibt. Ihr wisst nicht, wer sich alles die Handynummer aufschreibt, die ihr gerade diktiert. Und ihr wisst auch nicht, wer sich die Fotos vom letzten Strandurlaub auf eurem Instagram-Profil anguckt. Ihr wisst nicht, ob jemand euren Live-Stream gerade aufzeichnet, eure Gewohnheiten abcheckt oder ganz andere Pläne hat. Der netteste Typ oder das süßeste Mädchen kann in Wirklichkeit jemand ganz anderes sein – ohne hier unnötige Horror-Szenarien zu prophezeien. Also seid clever und passt genau auf, mit wem ihr welche Informationen teilt und was ihr von euch preisgebt! Gerade weil ihr live streamt, können verratene Informationen nicht einfach wieder rausgeschnitten oder ungesagt gemacht werden.

Holt euch Hilfe!

Zu spät? Dann holt euch Hilfe! Bei Problemen und Schwierigkeiten könnt ihr euch an die zahlreichen Beratungsstellen in der StädteRegion wenden. Sprecht auch mit anderen in eurem Alter über das, was euch passiert ist und warnt sie davor, ähnliche Fehler zu machen und sich in Schwierigkeiten zu bringen. Aktuell werden an zehn Schulen der StädteRegion Aachen so genannte Medienscouts in Workshops dazu ausgebildet, sich selbst sicher im Internet zu bewegen und Mitschülern zu helfen und sie über die Gefahren aufzuklären.

Schaut euch an, was Medienscouts selbst von ihren Aufgaben und Erfahrungen erzählen! Im Video bei YouTube könnt Ihr Euch alle Erfahrungen und Infos ansehen.

Was sind eure Erfahrungen? Schreibt sie uns als Kommentare unter den Artikel oder meldet euch auf unserer Facebook-Seite!

PS: Natürlich gibt es auch für Eltern und Lehrer zahlreiche Angebote, die dabei helfen, Kinder und Jugendliche vor problematischen Inhalten im Internet zu schützen.

Ein letzter Hinweis noch zum Streaming: Achtet darauf, dass ihr kein urheberrechtlich geschütztes laufen lasst – auch keine Musik im Hintergrund – und filmt bitte nur Leute, die das auch ausdrücklich möchten!

Kinder und Jugendliche haben Rechte

16. März 2015

Essen, Klamotten, Bildung, Freizeit, Mitbestimmung.. Kinder und Jugendliche haben Rechte, so viel ist schon mal klar. Aber wisst ihr eigentlich welche das genau sind? Damit ihr euch informieren könnt, hat der Deutsche Kinderschutzbund zwei neue Seiten für euch ins Netz gestellt. Die gute Nachricht gleich vorweg: Ihr müsst euch nicht durch komplizierte Gesetzestexte quälen. Die werden euch zwar natürlich auch zur Verfügung gestellt, aber gleichzeitig ist auch alles ganz einfach ohne Fachchinesisch erklärt.

Jugend hat Rechte

Jugend hat RechteAuf der Seite Jugend hat Rechte für Jugendliche ab 12 Jahren könnt ihr vorab euer Alter eingeben und euch eure Reche direkt anzeigen lassen. Oder ihr klickt euch einfach durch die unterschiedlichen Themen. Auf der Seite könnt ihr eure Meinung sagen, Fragen stellen oder euch aktuelle Jugendprogramme des Deutschen Kinderschutzbunds anschauen. Außerdem werden euch Anlaufstellen in eurer Nähe angezeigt, an die ihr euch auch direkt mit euren Fragen wenden könnt. Auch wenn ihr selbst Unterstützung braucht oder euch engagieren wollt, seid ihr dort richtig.

Kinder haben Rechte

Kinder haben RechteWer noch keine 12 Jahre alt ist, hat natürlich auch Rechte und bekommt diese auf der Seite Kinder haben Rechte des Deutschen Kinderschutzbunds ausführlich erklärt. Dafür wurden die Artikel der UN-Kinderrechtskonvention in 10 Grundrechten zusammengefasst, die auf der Seite einfach erklärt und durch einen Klick auch vorgelesen werden. Auch eure Eltern werden dazu aufgefordert euch über eure Rechte aufzuklären und mit euch über deren Bedeutung zu sprechen. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr diese direkt über die Webseite stellen. Außerdem werden dort aktuelle Projekte des Deutschen Kinderschutzbunds zum Thema Kinderrechte vorgestellt.

Schaut rein und informiert euch, denn nur, wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern!